Das TU Graz Racing Team ist ein Team aus Studierenden der TU Graz, welches jedes Jahr selbstsändig einen Rennwagen - Tankia - konstruiert und fertigt. Mit diesem tritt das Team international bei Bewerben der Formula Student (Formula SAE) an.
Das TU Graz Racing Team wurde im Januar 2003 aus Eigeninitiative von Studierenden der TU Graz gegründet. Bereits 14 Monate später präsentierte das TU Graz Racing Team den ersten Boliden. Spaß an der Technik und Teamgeist stehen im Vordergrund. Die Mitglieder sammeln bereits während der Zeit ihres Studiums viel Erfahrungen, was den Einstieg in das Berufsleben erleichtert.
Nach der erfolgreichen ersten Saison schaffte das Team mit dem zweiten Rennauto Tankia2005 den Sprung ganz nach oben und gewann den „Winner Over All“ beim Student Bewerb in Deutschland und Italien.
Mit dem Tankia2006 konnte das Team die Erfolgsgeschichte weiter fortsetzen und sich gegen andere Teams, die teilweise bereits über 20-jährige Erfahrungen verfügen, mit dem erst dritten Auto behaupten.
Das Team besteht aus 43 Studierenden der verschiedensten Studienrichtungen – von Maschinenbau über Telematik bis hin zur Betriebswirtschaftslehre. Es gliedert sich in 7 Module, in denen jeweils ein Leiter für die Koordination der 3-7 Mitarbeiter zuständig ist.
Während das Marketing- und das IT-Modul die optimalen Rahmenbedingungen schaffen, ist es das Ziel der technischen Module Antriebsstrang, Chassis, Elektronik, Fahrwerk und Motor den besten Formula Student-Rennwagen zu konstruieren und zu bauen.
Einen Rennboliden mit sehr begrenzten Mitteln innerhalb von 6 Monaten zu bauen funktioniert nur dann, wenn jeder Einzelne tagtäglich den Teamgeist spürt und sich als Teil eines Ganzen sieht.
Die Formula SAE ist ein internationaler Designwettbewerb, der jährlich an acht Wettkampforten veranstaltet wird. Dieser Bewerb wird in den Vereinigten Staaten schon seit über 20 Jahren und seit 1998 auch in Europa ausgetragen. Studierende von weltweit über 270 Universitäten und Fachhochschulen nehmen jährlich an diesem Designwettbewerb teil.
Der Wettbewerb ist so konzipiert, dass alle Aspekte von der Konstruktion über die Kostenkalkulation bis hin zur Praxistauglichkeit des Prototypen bewertet werden. Dazu gliedert sich der Wettbewerb in dynamische und statische Disziplinen. Juroren aus Automobilindustrie und Formel 1 bewerten beim dynamischen Teil die technische Leistungsfähigkeit des Rennwagens und beim statischen die Teamleistung im Hinblick auf Innovation, Kreativität und ressourcenschonende Fertigung.
Tankia 2004
Der Tankia 2004 ist das erste Fahrzeug des TU Graz Racing Teams. Nach einer einjährigen Konzeptphase setzten das Team die geplanten Konstruktionen in die Wirklichkeit um und präsentierten einen von Beginn an konkurrenzfähigen Boliden. Da der Tankia 2004 als solides Grundkonzept ohne hochkomplexe technische Lösungen ausgelegt war, das auf der Strecke reibungslos funktionieren und durchhalten sollte, war es umso erstaunlicher, dass das Auto von Anfang an mit vielen Teams, die bereits auf mehrjährige Erfahrung in der Formula Student zurückblicken, mithalten konnte.
Tankia 2005
Die grundlegendste Änderung war die Ausführung des Chassis als Kohlefaser-Monocoque wie in der Formel 1. Auch das Heck aus Aluminium-Feinguss, das als Anbindung für Fahrwerkskomponenten und gleichzeitig als Differentialträger dient, ist eine Premiere in der Formula Student Serie. Weitere Highlights sind die elektro-pneumatische Schaltung, die über Wippen am Lenkrad betätigt wird, sowie elektronische Systeme wie ein grafisches Informationsdisplay für den Fahrer am Lenkrad, Traktionskontrolle und Datenaufzeichnung.
Tankia 2006
Der Tankia 2006 hatte bei seiner Entwicklung strenge Vorgaben, was Gewicht, Performance und Design betrifft. Der Weg des Kohlefaser-Monocoques gepaart mit einem Heck aus Aluminium-Feinguss wurde konsequent fortgesetzt, wobei aber durch optimierte Simulationsmodelle das Gewicht bei höherer Steifigkeit drastisch reduziert werden konnte. Die Fahrbarkeit wurde durch den ausgewogenen Drehmoment-Verlauf des Motors wesentlich verbessert, für die Antriebswellen kamen Tripoden-Gelenke zum Einsatz und die elektronischen Systeme wurden weiter verfeinert. So kann der Fahrer auf einem multifunktionalen CFK-Lenkrad alle wichtigen Informationen über den Fahrzustand des Tankia sowie Fehlermeldungen abrufen und diverse Parameter im Betrieb verstellen. Zusätzlich wurde ein Telemetrie-System und Boxenfunk installiert, damit die Box während des Rennens über alle wichtigen Fahrzeugdaten Bescheid weiß.
Tankia 2007
Das technisch sehr ausgereifte Konzept des Tankia2006 wurde in vielen Bereichen verbessert. Durch Test am Prüfstand wurde die Motorleistung durch verbesserte Nockenwellen und variable Ansaugung optimiert.Der Tankia2007 verfügt anders als seine Vorgänger erstmals über einen Diffusor. Um eine weiter Gewichtsreduktion zu erziehlen wurden auch die Felgen aus Carbon gefertigt. Es kam ausserdem ein selbstentwickelter hocheffizienter Lichtmaschinenregler zum Einsatz.
TU Graz Racing Team
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen