Hu-Long-Do

Hu-Long-Do (chin. 虎, hǔ „Tiger“, 龙, lóng „Drache“, 道, dào „Weg“; also: „Der Weg von Tiger und Drache“) ist ein in Deutschland unter anderem von Oliver Hill entwickeltes modernes Kampfkunstsystem, das zunächst auf effiziente Selbstverteidigung setzt und später jedem Schüler die Möglichkeit bietet, einen kämpferischen und / oder technischen Weg einzuschlagen. Somit kann jeder, egal welche körperlichen Vorraussetzungen oder welches Alter er hat, diese Kampfkunst ausüben und dabei seinen eigenen Stil finden. Dabei stützt das System sich auf viele bewährte Elemente verschiedener Kampfkünste, wie zum Beispiel traditionelle Würfe aus dem Judo, Grappling und Übergange Stand-Boden aus dem Brazilian Jiu-Jitsu oder Schläge und Tritte aus dem Kickboxen sowie zahlreiche Hebeltechniken (z.B. aus dem Aikido).

Die Techniken der ersten drei Prüfungsprogramme sind in erster Linie Selbstverteidigungstechniken und stellen die „Basisausbildung“ dar. Da sie auch in der Realität für jeden umsetzbar sein sollen, beruhen sie auf den Prinzipien „einfach“ – „direkt“ – „effektiv“.

Diese drei Programme beinhalten zehn fest vorgeschriebene Grundtechniken, die die den Einstig in die Kampfkunst vor allem für Unerfahrene und Kinder sehr viel einfacher machen. Denn anders als in vielen anderen Kampfkünsten müssen (bis auf kleine Ausnahmen im Grüngurt) hier noch keine eigenen Technikkombinationen gezeigt werden.

Das Bewertungssystem für Prüfungen im Hu-Long-Do besteht aus den Noten 1 bis 6, wobei 6 die Bestnote ist. Die Note kann mit einem + versehen werden, wenn die Leistung zwar besser war als die eigentliche Note aber noch nicht gut genug für die Nächste. Ein – gibt es nicht. Die Note 2 muss mit einer 6 ausgeglichen werden, bekommt man einmal die Note 1 ist man jedoch unweigerlich durchgefallen.

Normalerweise beträgt die Vorbereitungszeit zwischen zwei Prüfungen sechs Monate. Besonders gute Leistungen (durchschnittliche 5+ und aufwärts) verkürzen diese auf drei Monate, schlechtere Leistungen verlängern sie auf neun Monate.